Ab Anfang Februar lege ich eine bewusste Pause beim Raubfischangeln ein und widme mich dem etwas entschleunigten, aber nicht minder spannenden Felchenfischen vom Ufer aus. Die eigentliche Hochsaison beginnt dann meist erst ab März, wenn die Schwärme aktiver werden und sich besser lokalisieren lassen.
Platzwahl
Bei der Platzwahl orientiere ich mich gerne an bewährten Spots: dort, wo Bootsfischer regelmässig stehen oder sich viele Haubentaucher aufhalten, sind Felchen oft nicht weit. Meist suche ich tiefere Bereiche ab etwa 12 Metern ab, doch die Fische können je nach Bedingungen auch flacher stehen. Deshalb ziehe ich meine Montage alle 5–10 Minuten einige Meter ein, um verschiedene Tiefen abzutasten und den Schwarm zu finden.
Tackle
Bewährt haben sich lange Feederruten wie die Perfect Feeder 360 cm oder die X-Pert Little Bomba 390 cm. Als Rolle setze ich auf eine 3000er Mozzi, bespult mit 0.22 mm Fighter Monofil.
X-Per Little Bomba…
Perfect Feeder
Mozzi II Rolle
Fighter Fluoro Coating…
Montage
Zum Einsatz kommt ein 5 Gramm Steck- oder Unterwasserzapfen, gefolgt von einem Wirbel mit Snap, einer Hegene in Hakengrösse 12–16 und einem 30–40 Gramm Blei. Besonders gerne fische ich die Stucki Hegenen Modelle mit Silberrücken. Das Blei sollte mindestens 30 Gramm wiegen – so haken sich die Felchen beim Biss zuverlässig selbst.
Technik
Nach dem Auswurf spanne ich den Schnurbogen, platziere die Rute im Ständer und hänge sofort einen beschwerten Bissanzeiger ein. Je nach Wind oder Strömung variiere ich das Gewicht – kleine Karabiner eignen sich dafür ideal. Interessanterweise zieht der Bissanzeiger beim Felchen oft nach unten, da die Fische nach dem Biss häufig nach oben steigen.
Beim Biss nehme ich lediglich Kontakt auf und drille vorsichtig. Zu viel Gewicht oder zu harter Druck kann dazu führen, dass der Haken ausreisst, da Felchen sehr feine Mäuler haben. Deshalb stelle ich die Bremse eher weich ein.
Ein gummierter Feumer ist ebenfalls empfehlenswert: Die Hegene verheddert sich darin weniger, und untermaßige Fische lassen sich schonender lösen und zurücksetzen.
Also nichts wie raus ans Wasser – und Petri Heil!
Sämi Küng














